To Zhang or not to Zhang, that is the question…

Kenneth W. Witwer, Molekularbiologe an der Johns Hopkins Universität, war hocherfreut über die Resultate von Chen-Yu Zhang, publiziert im September 2011. Zhang hatte exogene pflanzliche microRNA im Blut von Mäusen gefunden, und beobachtet, dass diese aktiv in die Genregulation eingreife. Eine Weltpremière. Meine Wenigkeit hat darüber bei DRS2 berichtet.
Witwer hoffte, damit sei vielleicht ein Ansatz gefunden, wie kleine RNA zu therapeutsichen Zwecken oral verabreicht werden kann. Er versuchte deshalb, Zhangs Resultate zu verifizieren. Er erzählt in seinem Paper vom 1. Juni 2013 allerdings, dass er nach Fütterungsversuchen im Blut seiner Versuchstiere KEINE signifikante Menge an pflanzlicher microRNA gefunden habe. Das Communiqué zu Witwers Paper besagt, seine Studie „bolsters the case of skeptics who argued that genetic material from food would have little chance of surviving the digestive system, much less crossing the intestinal lining to enter the bloodstream.“ Eine öffentliche Replik von Chen-Yu Zhang auf Witwers Resultate steht noch aus.

UPDATE 14.7.2013

Virginia Hughes hat Witwers Arbeit aufgenommen in ihrem Posting bei „National Geographic“ unter dem Titel „So Science…Might Have Gotten It Wrong. Now What?„. Zhang hat ihr in einem Brief geantwortet, den sie hier publizierte (mein „local backup“ ist da). Forbes hatte es ebenfalls von Witwer, unter Bezugnahme auf diesen Text bei „Science 2.0“

T. C. Boyle – neulich in Zürich getroffen

Der Meister im V.I.P.-Bereich der Fernsehkantine:

Für mehrere „Gigs“, wie er sie nennt, rund um sein neues Buch „Wenn das Schlachten vorbei ist“ war T.C. Boyle dieser Tage in Deutschland und der Schweiz unterwegs. Auch in Zürich. Dort zeichneten die „Sternstunden“ ein Interview mit ihm auf, das am 22.5.2012 erstmals ausgestrahlt werden wird. Danach sass ich eine Dreiviertelstunde lang mit ihm unter vier Augen in der Garderobe (Merci beaucoup! den Damen vom Hanser Verlag, die mir die vergnügliche und inspirierende Begegnung ermöglichten!):



Und ich hatte ein paar Freunden und Freundinnen versprochen, ihm ihre Grüsse auszurichten. Er bedankte sich im Gegenzug mit einer Einladung, ihn heute im Flugzeug nach L.A. zu begleiten…:

Audio CMS Telemeta : Wow!

Müsste ich je ein CMS wählen für eine Audioplattform, würde ich mir Telemeta aber ganz ganz ganz genau anschauen! Die Autoren schreiben darüber

Telemeta is a free and open source web audio content management system which introduces useful and secure methods to backup, index, transcode, analyse and publish any digitalized audio file with its metadata. It is dedicated to professionnals who wants to easily organize, backup, archive and publish documented sound collections of audio files, CDs, digitalized vinyls and magnetic tapes over a strong database, in accordance with open web standards.

Und so kommt ein Audio von Telemeta daher, wenn ich es hier embedde (funktioniert sogar auf dem iPad, vermutlich dank der Verwendung von u.a. SoundManager2 „unter der Motorhaube“, wie in der Beschreibung steht):

Was will man mehr? Ausser ev. Kommentare zulassen an bestimmten Positionen. Dafür wär dann der Soundcloud-Player der Kandidat (Aber anyway. Als Admin lassen sich problemlos Marker setzen in Audios rein; sehr praktisch! Siehe mein Testupload hier). Um den zu nutzen, muss ich die Audios bei Soundcloud hochladen. Je nach Anwendungsfall ist das zweite Wahl gegenüber selbst gehosteten Klängen. Definitiv: Telemeta kommt auf die „Muss ich mal auf dem eigenen Server ausprobieren!“-Liste. Rumspielen kann man mit der Telemeta-Demoinstallation, login & passwort sind dort: demo

P.S. Zu telemeta gehören u.a. auch eine Mailingliste, ein Twitteraccount, ein Blog.

Silvain Gire und ARTEradio – unerreichtes Vorbild in vielerlei Hinsicht

Ein Kurzportrait von 2007 über ihn mit den Basics zu ARTEradio:

Silvain Gire präsentiert 2011 ARTEradio an der ONE School, einer „Ecole Superieure Radio & Television“ in Paris. Teil 1 (Was ist ARTEradio und was sind die Ideen dahinter?):

Teil 2 (Vorstellung des ARTEradio-spezifischen Ansatzes anhand eines konkreten Beispiels):

Teil 3 (Diskussion, Einstiegsfrage aus dem Publikum: „Wie könnt ihr rentabel sein?“):

ab 5:37: „Ce qui m’interesse, c’est un projet avec une dimension sonore et écrite! C’est pas du tout un sujet. Je déteste les sujets. ‚Les sujets‘ c’est l’enfer du journalisme.“