Castor Transport von La Hague via Basel nach Würenlingen


Was in Deutschland regelmässig zu wüsten Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstrierenden führt, ging in der Schweiz vergangene Woche ohne grosses Aufsehen über die Bühne: Der Transport von so genannten „Castor“-Behältern mit radioaktivem Material aus einer Aufbereitungsanlage in ein Zwischenlager. Am Donnerstag, 3.3.2011, um die Mittagszeit fuhr eine Zugskomposition vom französischen La Hague kommend, quer durch Basel, ins aargauische Würenlingen in die Lagerhallen der Zwilag. Das transportierte Material stammt ursprünglich aus Schweizer AKWs. Im französischen La Hague wurden abgebrannte Brennstäbe so genannt „wiederaufbereitet“. Den dabei anfallenden Abfall muss die Schweiz zurücknehmen. Atomkritische Organisationen hatten von diesem Transport Wind bekommen. Die Behörden informieren nicht im Voraus über solche Fahrten. Im Audio: Florian Kasser von Greenpeace; Walter Heep, Geschäftsführer der Zwischenlager AG Zwilag; Anita Lachenmeier, BS-Nationalrätin der Grünen; ein Statement des zuständigen „Bundesamt für Energie“. Gesendet, leicht gekürzt, in „Wissenschaft DRS2“ vom 5.3.2011.